Verein

Entstehungsgeschichte der PKG

Eigentlich beginnt die Geschichte der PKG bereits in den Jahren 1932 bis 1934. Schon damals gab es im Pfaffengrund einige Leute die den Humor und den Gedanken der Fastnacht zu neuem Leben erweckten. Es war jedoch in dieser Zeit nicht leicht für die Büttenredner, das lokale Geschehen zu glossieren. Es musste bei jedem Redekonzept auf die Partei Rücksicht genommen werden. Es durfte nur das gesagt werden was man durfte, nicht das was man wollte.
Mit dem damaligen Wirt des Gesellschaftshauses wurde eine Fremdensitzung organisiert. Der Elferrat war damals zwar nur ein Viererrat, doch bei einem Eintrittspreis von 40 Pfennigen wurde in einem vollbesetzten Saal die erste karnevalistische Sitzung im Pfaffengrund durchgeführt. Damit war der Grundstein zu weiterem fastnachtlichen Brauchtum gelegt. Im Jahre 1935 wurde im Pfaffengrund am Fastnachtssonntag der erste Fastnachtsumzug mit Erfolg durchgeführt. Nach diesem Umzug wurde im Gesellschaftshaus der erste Kindermaskenball veranstaltet.
Durch den 2. Weltkrieg und die Herrschaft der Nationalsozialisten rückte für lange Zeit der Brauchtumsgedanke "Fastnacht" in den Hintergrund. Nach fast 10 Jahren fastnachtlicher Enthaltsamkeit gründete Heinrich Menger 1948 das "Kultur-Kartell Pfaffengrund". So wurde das Vereinsleben und damit auch die Fastnacht im Pfaffengrund wieder lebendig. Über das Kultur-Kartell, in Verbindung mit anderen ortsansässigen Vereinen, wurde ein Elferrat zusammengestellt, der im Pfaffengrund das Brauchtum der kurpfälzer Fastnacht pflegen sollte. Hieraus wurde im Spätjahr 1954 die Idee geboren, einen Fastnachtsverein ins Leben zu rufen. Eigentlich sollte dieser Verein "Pfaffengrunder Karneval Gesellschaft Neu Heidelberg" heissen. Durch den Einspruch der gleichnamigen Baugenossenschaft, musste der Name jedoch geändert werden. Seit dem trägt die Gesellschaft den Namen: Pfaffengrunder Karneval Gesellschaft 1954 Heidelberg.
Die erste offizielle Versammlung der PKG fand am 25. Februar 1955 in "Körners Weinstube" statt. Das Protokoll wurde unterzeichnet von Freidrich Eschwey, Bruno Hanf, Ludwig Heißler, Edgar Kinzinger, Fritz Ottenstein, Hans Paulsen, Rolf Poelchau, Willi Schwebler und Josef Traschütz. Die Geschäfte wurden kommissarisch von Josef Traschütz als 1. Vorsitzender, Ludwig Heißler als Schriftführer und Rolf Poelchau als Schatzmeister geführt.